Corona-Geschichten: Sport und Freunde gegen Tiefs


Inhaltsverzeichnis

  1. Drei Fragen – eine Geschichte
  2. Quiz-Frage des Tages
  3. Corona: Gute Quellen
  4. In eigener Sache: Die Videosprechstunde

Das Wochenende ist vorüber, der Corona-Alltag hat uns wieder. Wer sich krank in den Tag quält und deshalb nicht arbeiten kann, muss allerdings ab morgen wieder persönlich zum Arzt gehen, um krank geschrieben zu werden. Telefonisch geht das ab Montag nicht mehr. Auch nicht bei Hüsteln, Halsschmerz oder Husten. Mediziner, Politiker und Gesundheitsexperten aus unterschiedlichen Fachrichtungen und Parteien sehen hierin allerdings eine enorme Ansteckungsgefahr für das Praxispersonal und die anderen Patienten – was ziemlich genau der Grund ist, aus dem diese Ausnahmeregelung überhaupt erst geschaffen wurde. Zwar ist die Ansteckungs- und Verbreitungsgefahr mitten in der Corona-Pandemie weiterhin vorhanden, beschlossen wurde das Ende der Ausnahme trotzdem vom G-BA. Dieser "Gemeinsame Bundesausschuss" bildet das zentrale Beschlussgremium des deutschen Gesundheitswesens. Zu den Vertretern zählen neben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) auch die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KBZV), der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) sowie die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG). Dass „vertreten sein“ nicht„einverstanden sein“ bedeuten muss, sieht man am Beispiel der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), die sich von diesem Beschluss distanziert. Ihr Vorsitzender, Stephan Hofmeister, vermutet, dass großer Druck von Arbeitgeberseite eine zentrale Rolle bei dieser Entscheidung gespielt hat. Die Zahl der Krankschreibungen soll verringert werden - Corona hin oder her. Das mag den ein oder anderen Patienten dazu bewegen, bei Beschwerden und Symptomen aller Art, lieber nicht zum Arzt zu gehen. Verständlich ist das, aber nicht empfehlenswert. Wer Beschwerden hat, muss zum Arzt gehen, auch jetzt. Fragen und Unsicherheiten kann man am besten vorab telefonisch besprechen, denn persönlich lässt sich viel (er)klären. Wer das direkt mit einem Arzt per Video tun möchte, kann dazu optimal eine Videosprechstunde nutzen. Hauptsache, Sie lassen Symptome und Beschwerden abklären.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen, liebe Leser*innen da draußen, weiterhin viel Zuversicht. Nehmen Sie's ernst aber gelassen und passen Sie gut auf sich auf. Wir freuen uns weiter über Ihre Geschichten und Erfahrungen, die Sie uns gern an blog@samedi.de schicken können. Heute erzählt uns eine Leserin, was ihr hilft, wenn Corona nur noch nervt.

Drei Fragen – eine Geschichte

Sport und Freunde gegen Tiefs: Angelina Lawo, eine sportliche Rentnerin, erzählt.

Wie erleben Sie Corona?

Mein Mann und ich, wir gehören in Bezug auf Corona zum gefährdeten Personenkreis (65 und 74 Jahre). Wir wohnen am Stadtrand von Magdeburg in einer 3-Zimmer-Wohnung mit sehr großem Balkon. Wir sind eigentlich noch sehr aktiv. Ich gehe sehr gern wandern (mehrtägige Strecken, auch im Hochgebirge). Gemeinsam segeln wir auf der Müritz und im Mittelmeer. Nun sind erst einmal alle Aktivitäten eingefroren, Geplantes kann nicht verwirklicht werden und neue Pläne brauchen wir zur Zeit nicht machen.
Wir halten uns sehr an die vorgeschriebenen Regeln. Wir laufen sehr viel oder radeln und da wir am Stadtrand wohnen können wir das auch, ohne auf große Menschenansammlungen zu treffen, die es ja ohnehin nicht mehr geben sollte. Wir lesen, sehen fern oder schreiben und telefonieren mit Verwandten oder Freunden. Alle 10 Tage gehe ich Lebensmittel einkaufen.
Ansonsten erlebe ich für mich persönlich Corona als sehr bedrohlich vom Gefühl her und das nicht nur für mich. Ich möchte diese Krankheit nicht durchleben müssen und das wünsche ich natürlich vor allem auch meiner gesamten Familie, Freunden und überhaupt: es sollte diesen Virus nicht geben.

Was macht diese Zeit für Sie besonders?

Es ist wirklich eine besondere Zeit und wir können das Beste daraus machen oder wir versagen wieder einmal (ich meine jetzt als Gesellschaft). Aber ich finde, zur Zeit läuft es ganz gut. Die meisten Menschen verstehen, dass wir im Moment anders leben müssen und halten sich daran. Die Diskussionen über unsere eingeschränkte Freiheit gehen mir auf den Geist. Welche Freiheit habe ich? Entweder ich halte mich an die Regeln oder ich laufe Gefahr mit einem hohen Risoko, infiziert zu werden. Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit. Und wenn ich das verstanden habe, habe ich die Freiheit mich entsprechend zu verhalten.
Ein Segen, dass es WhatsApp gibt. Ich persönlich kommuniziere viel mehr als im normalen Alltag mit meiner Familie, Freunden und Bekannten. Und es sind viele lustige Texte und Videos, sinnliche Gedichte und Geschichten und tolle Musik im Austausch.
Natürlich gibt es auch mal Langeweile und öde Gedanken. Ich gehe dann joggen, walken oder einfach laufen.
Lustig war auch, als mein 9-jähriger Enkel aus Berlin anrief und wissen wollte, ob ich mich noch an meine Einschulung erinnern könne. Er hatte die Hausaufgabe, die Großeltern über ihre Schulzeit zu befragen. Na, ich konnte ihm eine Menge erzählen. Und Bilder hatte ich auch noch. Auch unsere Zweisamkeit ist gut zu ertragen. Wir reden viel miteinander, tauschen unsere Gedanken aus, hören uns zu, alles ist gut.

Was möchten Sie anderen Menschen mit auf den Weg geben?

Ganz ehrlich, ich bin froh, dass wir Rentner sind. Wenn ich mir vorstelle, ich müsste jetzt jeden Tag zur Arbeit gehen und würde immer die Angst im Nacken haben, angesteckt zu werden oder andere Menschen anzustecken, wäre das Stress pur für mich. Oder ich denke auch an diejenigen, die existenzielle Nöte haben, weil durch Ausfallzeiten die eine eigene Firma den Bach runter geht oder an die Menschen, die ihre Arbeit eventuell verlieren. Man kann sich nicht genug bei den Menschen bedanken, die ihre Gesundheit und sogar ihr Leben dafür einsetzen, dass alles Notwendige läuft.
Es ist noch lange nicht zu Ende mit der Corana-Pandemie. Egal, was noch kommt, wir alle sollten Vernunft walten lassen: Halten wir uns an Regeln und Vorgaben, machen wir keine Hamstereinkäufe, helfen wir uns gegenseitig soviel wie nötig unter den vorgegebenen Bedingungen.
Ich bin im Moment auf Jagd nach Schutzmasken, denn die sollen wir ja jetzt beim Einkaufen tragen. Bleibt alle gesund.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Angelina Lawo für ihre Geschichte.

Nach diesem kleinen Ausflug in den Corona-Alltag, haben wir nun noch eine andere Kleinigkeit für Sie vorbereitet: 

Quiz-Frage des Tages

Das Hirn braucht gute Nahrung, haben wir uns gedacht und Ihnen darum eine kleine Frage des Tages zubereitet. Lasen Sie es sich schmecken!

Nach dieser interessanten Erkenntnis möchten wir Ihnen nun einige seriöse Quellen mit auf den Weg geben.

Corona: Gute Quellen

In eigener Sache: Die Videosprechstunde

Seit 2008 erarbeiten wir als samedi GmbH professionelle Softwarelösungen für Ärzte, Kliniken und medizinische Versorgungszentren. Dank hochsicherer Verschlüsselungstechnologie entsprechen alle von uns entwickelten Produkte höchsten Sicherheitsstandards und sind selbstverständlich DSGVO-konform.
Als Patient*in stehen Ihnen sowohl die Online-Terminvereinbarung als auch die Nutzung der KBV-zertifizierten Videosprechstunde kostenlos zur Verfügung.

Helfen Sie uns bitte, unsere Videosprechstunde weiterzuentwickeln, indem Sie an unserer Umfrage teilnehmen. Diese wird maximal 3 Minuten in Anspruch nehmen. 


Quellen: 

Zeit Online. (2020, 18.April): Kritik an Ende von Krankschreibungen per Telefon [19.04.2020]
Der Tagesspiegel. (2020, 19.April): Das Ende der telefonischen Krankschreibung ist fahrlässig [19.04.2020]

 

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